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ZU GAST IN KASSEL

Tom Schwaller - Linux-Journalist

KASSEL - Urlaub hat er schon lange nicht mehr gemacht, und freie Wochenenden sind selten. Bei 150 Gruppen allein in Deutschland "ist man ständig unterwegs", sagt Tom Schwaller, Chefredakteur des Linux-Magazins.Tom Schwaller
Das ist so etwas wie das Zentralorgan der Linux-Gemeinde, die auch in Kassel mit einer Gruppe vertreten ist. Die hatte am Samstag und Sonntag zum großen Linux-Weekend ins Haus der Jugend eingeladen, wo Schwaller als prominenter Referent zu Gast war.
Linux ist ein Computer-Betriebssystem, das von Linus Torvalds (Linux = Linus und Unix) und anderen finnischen Studenten Anfang der 90er Jahre entwickelt und für alle frei zugänglich ins Internet gestellt wurde. Jeder, der es haben und benutzen möchte, kann es sich herunterladen. Linux kostet nichts, anders als Windows, das gängige Betriebssystem des Marktführers Microsoft.
Zunächst nur Insidern bekannt, ist Linux inzwischen den Kinderschuhen entwachsen. Vor zwei Jahren hat ein regelrechter Boom eingesetzt, 1999 gingen die ersten Linux-Firmen an die Börse. Tom Schwaller, der sich früher "nicht besonders für Computer interessierte", biss 1992 bei Linux an.

"Spielzeugkasten"
Der aus Fribourg stammende Schweizer vergleicht das Betriebssystem mit einem "Spielzeugkasten, in den man reinschauen und lernen kann". Anders als bei Windows könne jeder daran arbeiten und das System optimieren. Die Verbesserungen kämen wiederum allen Linux-Usern zugute. "Man kann das nicht für sich vereinnahmen. Das ist ein ganz demokratisches Modell."
Seit 1996 stellt der 36-Jährige sein Wissen als Chefredakteur des in München produzierten Linux-Magazins zur Verfügung. Außer dem Monatsmagazin, das inzwischen in einer Auflage von 70.000 Exemplaren erscheint, soll demnächst "Linux User", das Heft für Einsteiger, herauskommen.
Schwaller, der nach dem Abitur in Zürich Mathematik und Theoretische Physik studierte und anschließend ein Forschungsprojekt an der TU München betreute, wechselt auf den Chefposten von Linux Community, dem Online-Angebot. An der Uni hat er sich "gelangweilt".

Männerdomäne
Für den Freizeit-Bergsteiger und Radfahrer ist das "Kind des Internets" längst zum König geworden. Es werde inzwischen auch von großen Unternehmen wie IBM unterstützt. Wer mit Linux arbeite, müsse sich nicht ständig kostspieligen Updates der Softwarefirmen fügen oder immer teurere Rechner anschaffen, "um das Gleiche wie vorher zu tun".
"Leider", sagt Schwaller, sei auch Linux immer noch eine reine Männerdomäne. Das Magazin werde fast ausschließlich von Männern gelesen, nur zwei Prozent der Leser seien weiblich. "Die Frauen wollen ein normales Leben", vermutet der 36-Jährige, "und lieber in der Realität bleiben." Linux sei "eine unendliche Spielwiese, in der man sich verlieren kann".

Ellen Schwaab / HNA-Redaktion Kassel
17.04.00 / 17:11 Uhr
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